In dieser Phase werden die Erkenntnisse aus der Bestandsaufnahme (Phase 1) in konkrete, wirksame Handlungsstrategien überführt. Ziel ist die Erarbeitung eines maßgeschneiderten Maßnahmenkatalogs, der sowohl infrastrukturelle Verbesserungen als auch pädagogische Impulse umfasst.

1. Lern- und Mobilitätsziele der Phase

2. Hintergründe der Maßnahmenentwicklung

Die Planung folgt dem Prinzip der Ganzheitlichkeit, indem sie verschiedene Fachdisziplinen miteinander verknüpft:

Verkehrsplanerische Perspektive (Push-and-Pull-Strategie):

Eine effektive Planung kombiniert "Pull-Maßnahmen" (Anreize für den Umweltverbund, z. B. hochwertige Radabstellanlagen) mit "Push-Maßnahmen" (Erschwerung des Kfz-Verkehrs direkt vor dem Schultor, z. B. Durchfahrtsverbote oder Einbahnstraßenregelungen).

Verhaltenspsychologische Perspektive (Nudging & soziale Normen):

Kleine gestalterische Veränderungen im Umfeld ("Nudges") können das Verhalten ohne Verbote lenken. Ein Beispiel ist die auffällige Markierung von Fußwegen oder Wartebereichen. Zudem wird durch die Sichtbarkeit von Maßnahmen (z. B. ein präsenter Fahrrad-Check) eine neue soziale Norm etabliert: Aktive Mobilität ist der Standard an der Schule.

BNE-Verknüpfung: Partizipative Stadtgestaltung: Die Maßnahmenplanung bietet einen idealen Anknüpfungspunkt für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Indem Schüler:innen aktiv an der Gestaltung ihres Umfelds mitwirken, erfahren sie Selbstwirksamkeit im Sinne von SDG 11 (Nachhaltige Städte). SMM wird so zum praktischen Lernfeld für demokratische Teilhabe.

3. Handlungsoptionen und Maßnahmenbereiche

Die Maßnahmen lassen sich in drei zentrale Kategorien unterteilen:

Bereich Konkrete Handlungsoptionen Zielsetzung
Infrastruktur Bau von überdachten Radständern, Einrichtung von Elternhaltestellen (Hol- und Bringzonen), Markierung von Rad-Schutzstreifen. Erhöhung des Komforts und der objektiven Sicherheit.
Organisation Erstellung eines digitalen Schulwegplans, Anpassung von Unterrichtszeiten an ÖPNV-Taktungen, Einführung eines Fahrrad-Leihsystems. Optimierung der Rahmenbedingungen für den Umweltverbund.
Pädagogik / Kommunikation Fahrrad-Aktionstage, ÖPNV-Training für die Erprobungsstufe, Wettbewerbe (z. B. Stadtradeln), Mobilitäts-Curriculum. Aufbau von Mobilitätskompetenz und Motivation.

4. Workshop-Design: "Die Planungswerkstatt"

Die Einbindung der Schulgemeinschaft in die Auswahl der Maßnahmen sichert die spätere Akzeptanz.

Implementierung (Checkliste für Notion)